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CHE und die Ökonomisierung der Hochschulen

Das CHE (Zentrum für Hochschulentwicklung) ist eine Einrichtung der Bertelsmann-Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Nach eigenen Angaben hat das CHE einen Jahresetat von 3,2 Mio., den sie zu 75% von Bertelsmann erhält. Das CHE nennt sich selbst “Reformwerkstatt der Hochschulen” und ist treibende Kraft bei der aktuellen Ökonomisierung der Hochschulen. Es ist kein neutrales Institut sondern eine Interessenvertretung der Wirtschaft, ein Lobbyverein.
Leider wird das CHE jedoch vielfach sehr unkritisch betrachtet. Professoren mit CHE-Kugelschreibern, die die Ergebnisse des jüngsten CHE-Rankings als maßgebliche Bewertung der eigenen Arbeit betrachten sind leider keine Ausnahme.

Dabei war das CHE abgesehen von ihren neoliberalen Ideen auch aufgrund zweifelhafter Methoden mehrfach in der Kritik. Beispielsweise in einer Online-Umfrage über die Einführung von Globalhaushalten wurden den Befragten nur die drei Antwortmöglichkeiten geboten: “Gut, …”, “Bringt nichts, andere Restriktionen bleiben bestehen” und “Schadet nicht, hilft nicht”. Eine grundsätzliche Ablehnung war gar nicht erst möglich. Bei einer Umfrage, welche Hochschule die “Super-Uni” sei, “die 50 Mio. Euro” erhalten soll, standen nur 10 zur Auswahl…

In “Die Bertelsmann-Stiftung, das CHE und die Hochschulreform” beschäftigt sich Prof. Martin Bennold von der Uni Osnabrück mit der Ökonomisierung der Hochschulen und der Rolle des CHE.

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