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Senatssitzung gesprengt und Rektorate besetzt!

In Bochum an der Ruhr-Universität wurde von 2000 Leuten eine Senatssitzung verhindert und anschließend von 200 das Rektorat besetzt. Allerdings nur für wenige Stunden, bis der Rektor die Polizei räumen ließ. (Mehr dazu)

An der Universität in Köln ist ebenfalls das Rektorat besetzt worden! (Mehr dazu)

Proteste auch in Bonn, Duisburg und Essen…

In Bonn stürmten Studenten mit Trillerpfeifen und Transparenten eine Senatsversammlung im Festsaal der Universität. Sie aßen die dort angerichteten Brötchen und tranken den für die Professoren vorgesehenen Kaffee. Auch einige Stühle seien zu Bruch gegangen, berichtete ein Sprecher der Universität.

An der Universität Duisburg-Essen fand am Freitag eine Senatssitzung statt, auf der mit 12 gegen 7 Stimmen die Erarbeitung einer Studiengebührensatzung beschlossen wurde. Von studentischer Seite wurde zunächst ein Streik angekündigt. Ob dieser durchgeführt wird, ist noch offen.
Zudem wurde gestern an der Universität Gießen – durch studentischen Protest forciert – im Senat (bei einer Gegenstimme) gegen die Einführung von Studiengebühren gestimmt.

Wir halten euch über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden!

Eine Stellungnahme der Besetzenden in Köln:

Heute gegen 17 Uhr haben Studierende der Universität zu Köln das Rektorat der Universität besetzt!!
Wir protestieren gegen die drohende Einführung allgemeiner Studiengebühren an der Universität zu Köln. Diese führen zu noch stärkerer sozialer Ungerechtigkeit und erschweren Studierenden oder Studieninteressierten aus finanziell schwachen Familien die Möglichkeiten auf Bildung erheblich. Unsere Kritik richtet sich auch gegen das undemokratische Stimmverhältnis im Senat, das oberste Gremium, das wichtige Entscheidungen der Universität trifft. Dort sind die Studierenden stark unterrepräsentiert.
Die Protestierenden hoffen auf eine breite Unterstützung und solidarisieren sich mit den Protestierenden der Unis in Bielefeld, Bochum, Bonn, Paderborn und überall, wo sich Widerstand regt. Wir streben die Verknüpfung der Proteste mit anderen Betroffenen, wie den Angestellten der Unis an. Insbesondere die Beteiligung von FH-Studierenden an der Rektorats-Besetzung und die Ankündigung eines gemeinsamen Kampfes begrüßen wir ausdrücklich.

Wir bitten, diese Email an die Fachschaften aller Fakultäten und an sonstige Studierendeneinrichtungen weiterzuleiten und freuen uns auf ein Feedback von euch! Schließt euch uns an – französische Verhältnisse sind bitter nötig, es geht um unsere Zukunft, noch ist nicht alles verloren!
Bildung ist ein Recht – keine Ware!!!
Mit solidarischen Grüßen aus Köln

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