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Deutliche Absage an Studiengebühren

Repräsentative Online-Umfrage “Perspektive Deutschland” zeigt deutliche Ablehnung von Studiengebühren nicht nur unter Studierenden.
Zu den letzten Mittwoch vorgestellten Ergebnissen der repräsentativen Online-Umfrage “Perspektive Deutschland” erklärte Jochen Dahm, Geschäftsführer des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) :

Es ist wieder einmal bestätigt worden, dass es allenfalls parlamentarische, aber keine
gesellschaftlichen Mehrheiten für Studiengebühren gibt.
Die Mehrheit der Menschen ist gegen Studiengebühren, und diese Mehrheit wird sich in einer Demokratie letztlich durchsetzen. In der unter Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker durchgeführten Befragung sprachen sich 2/3 aller Studierenden und eine relative Mehrheit der Gesamtbevölkerung gegen Studiengebühren aus. Im Rahmen der Studie wurde nach Angaben der Initiatoren ( u.a. ZDF und Stern ) über 600.000 Menschen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren. Die Ergebnisse der Befragung finden sich unter www.perspektive-deutschland.de

Die Befragten konnten zwischen zwei Modellen wählen: Im Modell A wurde die
gebührenfreie Ausbildung aller Studierenden an staatlichen Universitäten oder
Fachhochschulen vorgeschlagen. In diesem Szenario bringt der Staat die Kosten aus
Steuermitteln auf. Im Modell B sollten die Studierenden ihre Ausbildung in Form von
Studiengebuehren vom ersten Semester an mitfinanzieren. Es wurde angenommen, dass Banken bzw. die öffentliche Hand in diesem Modell ausreichend Möglichkeiten zur Kreditfinanzierung anbieten. Studierende sprachen sich zu 67 Prozent für Modell A und nur zu 21 Prozent für Modell B aus. In der Gesamtbevölkerung wurde Modell A mit 43 zu 39 Prozent präferiert.

Amin Benaissa, ebenfalls ABS-Geschaeftsfuehrer, wies zusaetzlich auf einen anderen
Punkt der Umfrage hin. Auch die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den
Hochschulen, findet in der Bevölkerung keinen Rückhalt. Nur 11% der Befragten
sahen hier Handlungsbedarf.

Benaissa kommentierte: “Wir brauchen solidarische, demokratische Hochschulen, kein krankhaftes Konkurrenzdenken. Der Mehrheit der Menschen ist das klar, wann begreifen das die BildungspolitikerInnen – vor allem von Union und FDP – auch
endlich?”

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