OpenSpace am LeonardoCampus
Am Akademischen Feiertag an der FH, dem “Dies Academicus”, diskutierten am 2.11. Professoren, Mitarbeiter und Studierende in einer “Open-Space”-Veranstaltung am Leonardo-Campus über die Zukunft der FH. Studierende stellten dabei nur einen kleinen Teil der etwa 300 Teilnehmer.
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Anlass für die Veranstaltung sind die bevorstehenden tiefgreifenden Veränderungen in der Hochschulpolitik durch das neue sog. Hochschulfreiheitsgesetz. In 21 verschiedenen Diskussionsrunden wurde über Themen wie den neuen “Hochschulrat”, studentische Mitbestimmung oder die Aufgaben der FH debattiert. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für Diskussionen und Entscheidungsfindungsprozesse, die in den nächsten Monaten durch das neue Hochschulgesetz notwendig werden.
Das Rektorat erntete viel Lob für die Durchführung der Veranstaltung: Es sei “mutig, die FH-Mitglieder so früh und in dieser Weise mit einzubeziehen”, schließlich können Rektorat und Senat die Ergebnisse dieser Diskussionen nicht einfach ignorieren, sondern sind diesen (zumindest bis handfeste Gegenargumente gefunden werden!) verpflichtet.







Von Hopo2, 5. November 2006 @ 20:10
Diese Herangehensweise, frühzeitig eine möglichst große Hochschulöffentlichkeit in Diskussionsprozesse miteinzubeziehen, entspricht voll den Forderungen der Studierenden. Auch in der Auseinandersetzung um die Einführung von Studiengebühren haben AStA, Fachschaften und Senatsstudis sich für eine breite hochschulöffentliche Debatte vor einer Entscheidung eingesetzt. Anfang des Jahres hatte die Hochschulleitung hier noch versucht, eine Entscheidung von oben durchzudrücken (siehe Beitrag vom 28.01. auf unserer alten Homepage). Der Protest der Studierendenvertreter und die klare Positionierung des Senates für ein demokratisches Vorgehen haben offensichtlich der demokratischen Kultur an der FH sehr genützt.
Umso bedauerlicher ist, dass sich am Dies Academicus nur wenige Studierende beteiligt haben. Der Vorwurf gegenüber dem Rektorat, den Termin schlecht gewählt und die Veranstaltung nicht ausreichend beworben und darüber informiert zu haben, greift dabei zu kurz. Bestimmt muss an der FH noch einiges z.B. an den Kommunikationsstrukturen verbessert werden (so war dies auch Thema in den Diskussionen am 2.11.). Aber Demokratie verlangt auch nach aktiver Teilnahme. Wohl kaum ein Studi kann behaupten, von der Veranstaltung nicht gewusst zu haben – schließlich wussten vermutlich alle, dass an diesem Tag vorlesungfrei war (abgesehen von einigen Veranstaltungen, die bedauerlicherweise trotz des Dies Academicus, teils sogar als Pflichtveranstaltungen, durchgeführt wurden). Zudem ist auf der Homepage der FH und des AStAs im Vorfeld auf die Veranstaltung hingewiesen worden.
Als Studis müssen wir uns nun “an die eigene Nase fassen”. Wenn wir bessere Studienbedingungen und eine demokratische und soziale FH wollen und dafür mehr studentische Mitbestimmung fordern, müssen wir uns wohl auch ein bisschen mehr an dieser Mitbestimmung beteiligen… Das Rektorat ist am 2.11. der studentischen Mitbestimmung weiter entgegengekommen als die Studierenden.
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