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13.2. – die Entscheidung?

Am Montag, den 13.2. um 14:30 Uhr tagt der Senat im FHZ (Fachhochschulzentrum) an der Corrensstraße. Auf der Tagesordnung stehen Studiengebühren…

Der Senat wird über das weitere Vorgehen beschließen. Entweder er entscheidet sofort über eine Einführung von Studiengebühren, oder er beschließt einen „Fahrplan“.

Die Forderung der Studierenden ist es, erst eine hochschulöffentliche Debatte zu führen über offene Fragen wie die Verwendung der (zumindest vorerst umfangreichen) zusätzlichen Gelder, über Ausnahme- und Härtefallregelungen, über die Höhe, den Zeitpunkt, eine eventuelle Staffelung und nicht zuletzt über die Notwendigkeit einer Studiengebühreneinführung bzw. über mögliche Alternativen.

Zu viele Fragen sind völlig ungeklärt. Eine Debatte darüber muss vor einer Entscheidung geführt werden! Die zu treffenden Entscheidungen haben sehr weitreichende Konsequenzen und sind hochschulöffentlich zu diskutieren und nicht in den Semesterferien abzuhaken!

Entscheidung vertagt!

Der Widerspruch der Studierenden gegen die Senatssitzung am vergangenen Montag war erfolgreich! Die Sitzung mit all ihren Entscheidungen musste abgesagt werden. Stattdessen fand ein „Informelles Treffen der Senatsmitglieder“ statt. Allerdings wurde die Sitzung und damit die Entscheidung über Studiengebühren an der FH nur um wenige Tage verschoben und auf den 13.2., 14:30 Uhr vertagt.

Der AStA und die Studierenden im Senat fordern jedoch eine deutliche zeitliche Aufschiebung der Entscheidung über eine Einführung von Studiengebühren. Denn bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, muss es klare Regelungen über Ausnahmen und über die Verteilung der Gelder geben. Dafür müssen Verhandlungen geführt werden, die in den wenigen Tagen nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen dürften! Hinzu kommt rechtliche weitgehende Unsicherheit. Es besteht die Gefahr, dass Verhandlungsergebnisse durch die nachfolgenden Rechtsverordnungen wieder unwirksam werden. Außerdem werden kaum in dieser kurzen Zeit Strukturen entworfen werden, die eine studentische Mitbestimmung über die Verwendung der Gelder sicherstellen.
Es wird argumentiert, die Verwaltung brauche die viele Zeit um sich vorzubereiten. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass zum WS 06/07 nur Erstis, ab SS 07 alle Studis zu Gebühren herangezogen werden können. Die Verwaltung will die stufenweise Einführung als Übungsphase nutzen. Die stufenweise Einführung einfach zu verschieben, hätte Mindereinnahmen gegenüber Hochschulen, die schneller einführen zur Folge, so die Argumentation der Gebührenbefürworter. Auf die Stufung ganz zu verzichten, hätte aber nur Mindereinnahmen von weniger als einem Hundertstel des Gesamthaushaltes zur Folge. Bei der Einführung des Studienkontenmodells hat die Verwaltung den Aufwand ohne Übungsphase gemeistert. Eine finanzielle Belastung von Studierenden um 500,- pro Semester und eine mangelhafte Sicherstellung studentischer Mitbestimmung bei der Verwendung der Gelder wiegen schwerer als der Wunsch einer Verwaltung, nicht alle Arbeit auf einmal machen zu müssen.
Ein weiteres Argument der Befürworter ist, dass eine gebührenfreie FH von Studis überrannt würde. Dieser Gefahr könnte jedoch durch örtliche NumerusClausus-Regelungen begegnet werden.
Die Argumente der Studierenden wiegen schwerer!
Wir wollen klare Regelungen über Ausnahmen und über studentische Mitbestimmung bei der Verwendung der Gelder!
Studierende sind in überwältigender Mehrheit gegen die Einführung von Studiengebühren. Aber wenn wir schon nicht verhindern können, dass uns das Geld aus der Tasche gezogen wird, dann wollen wir bei der Verwendung mitreden und vor einer Einführung klare Verhältnisse schaffen über Ausnahmeregelungen und Befreiungen z.B. für alleinerziehende Studierende mit Kind.
Wir fordern, dass die Entscheidung besonnener angegangen wird! Offensichtlich ist die viel größere Uni Münster auch in der Lage, etwas gelassener auf die Entwicklungen zu reagieren und Rechtssicherheit abzuwarten.

FH will möglichst schnell Studiengebühren einführen!

Die FH will schon jetzt die Einführung von
Studiengebühren beschließen, und zwar gleich in maximaler Höhe von 500,- Euro.
Der Gesetzesentwurf über die Einführung von allgemeinen Studiengebühren
ist zwar noch nicht verabschiedet, aber die Fachhochschule will bereits in der
Senatssitzung am kommenden Montag schon mal Fakten schaffen. Geschickterweise zu Beginn der Prüfungszeit und in Steinfurt…

Der Gesetzesentwurf sieht bekanntlich vor, dass die Hochschulen unabhängig entscheiden
können, ob sie von ihren Studierenden Gebühren in einer Höhe bis zu 500,- Euro erheben oder nicht. Diese Entscheidung liegt in der Zuständigkeit der
Senate. Für den Fall, dass das Gesetz verabschiedet wird, will die FH schon mal über die grundsätzliche Einführung und über die Höhe abstimmen lassen. Das Rektorat schlägt hier gleich die maximal mögliche Höhe vor.

Ausgerechnet zu dieser Sitzung sind die Studierendenvertreter im Senat zu spät und nicht korrekt eingeladen worden. Die Einladungen gingen zunächst, ohnehin recht kurzfristig, an die
bereits abgewählten Vertreter und erst auf Hinweis durch diese verspätet und mit unvollständigen Anlagen an die korrekten Vertreter. Aufgrund
dieses Verfahrensfehlers und der damit äußerst kurzen Vorbereitungszeit haben die Studierendenvertreter einen deutlichen Nachteil, ausgerechnet in dieser für die Studierendenschaft äußerst relevanten Sitzung. Deshalb haben sie gegen diesen Sitzungstermin Widerspruch eingelegt.

Es stellt sich dabei die Frage nach einer bewusst mangelhaften Informationspolitik gegenüber den Studierenden, wenn noch am Dienstag ein Treffen zwischen Teilen des Rektorates und
Studierendenvertretern stattgefunden hat, auf dem ausgerechnet über eine Resolution zur Hochschulfinanzierung gesprochen wurde, ohne dass die Gelegenheit genutzt wurde auf die Pläne hinzuweisen. Offenbar war es nicht die Absicht des Rektorates, die Studierenden rechtzeitig zu informieren, obwohl es um eine Entscheidung geht, die zuallererst die Studierenden betrifft. Zwar hat es eine Einladung zu einem Gespräch gegeben, allerdings zu einem extrem kurzfristigen Termin – nur einen Werktag vor der Senatssitzung und trotz mehrfacher Nachfrage ohne nähere Angabe von Gründen!

Unsinnigerweise war es immer das Argument der Befürworter, dass Gebühren zu einer höheren Mitbestimmung der Studierenden führen würden. In sehr plastischer Weise wird hier vorgeführt, dass offensichtlich zumindest das Rektorat der FH diese Absicht überhaupt nicht verfolgt.
Ein weiteres Argument, die zusätzlichen Gelder würden der Verbesserung der Studienbedingungen dienen, wollen die Studierenden im Senat im Vorfeld durch klare Regelungen gewährleistet sehen, bevor dem Rektorat durch eine verfrühte Abstimmung eine Blankovollmacht über die Verteilung der Einnahmen ausgestellt wird.

Wir fordern, dass die Studierendenschaft selbstverständlich schon im Vorfeld mit in die Planungen einbezogen wird.
Wenn schon gegen den Willen der Studierendenschaft Studiengebühren eingeführt werden, muss frühzeitig in Abstimmung mit der Studierendenschaft über umfangreiche Ausnahmeregelungen, Härtefallregelungen und nicht zuletzt über die Verwendung der Gelder verhandelt werden.

Kommt zahlreich am Montag um 14:30 Uhr nach Steinfurt, Stegerwaldstraße 39, Bauteil A, Raum 302!
Oder kommt um 13:00 Uhr zum Bahnhof, Gleis 4, um 13:08 Uhr fährt ein Zug nach Burgsteinfurt.
Denn trotz unseres Widerspruchs ist die Senatssitzung bisher nicht abgesagt worden…

Gegen die Kürzungen bei den Studentenwerken!

Kürzungen von 8,2 Mio. Euro bedrohen die Studentenwerke in NRW!
Resolution des Landes-ASten-Treffen NRW,
MITTWOCH 11. JANUAR 2006:

“Die Landesregierung kürzt die Gelder für Studentenwerke um 20 Prozent! Das entspricht einer Summe von 8,2 Millionen Euro. Alle Studentenwerke werden bereits in diesem Jahr mit wesentlich weniger Landeszuschüssen auskommen müssen, um ihre bereits aufgestellten Wirtschaftspläne für das Jahr 2006 realisieren zu können.

Vor dem Hintergrund, dass die Landesregierung für eben dieses Haushaltsjahr im Vorfeld zur Planungssicherheit der Studentenwerke den Verzicht auf Kürzungen zugesagt hatte, ist dies mal wieder ein eklatanter Widerspruch zu den bereits getroffenen politischen Aussagen!

Die Kürzungen können nur über deutliche Preissteigerungen im Wohn- und Verpflegungsbereich, massive Erhöhungen der Sozialbeiträge und drastischen Leistungsabbau kompensiert werden. Dies führt zu betriebsbedingten Kündigungen, verstärktem Outsourcing von Angeboten, Privatisierung oder der Umstellung auf bzw.der Ausweitung von 1-Euro-Jobs. In Hinblick auf die heutige Massenarbeitslosigkeit – gerade auch in NRW – ist dies unsozial und politisch unverantwortlich.

Des Weiteren werden die Studentenwerke noch zusätzlich dadurch getroffen, dass der Rotstift des Landes auch bei der Finanzierung der Kindertagesstätten angesetzt wurde. Das alles zusammen genommen gefährdet jedoch den Sozialauftrag der Studentenwerke als Anstalten des öffentlichen Rechts. Damit wird die Kostenlast vom Land wieder einmal auf diejenigen abgeschoben, die eigentlich der Unterstützung bedürfen.

Der Anteil der staatlichen Zuschüsse an der Finanzierung der Studentenwerke ist in den letzten Jahren rückläufig. Duch Kürzungen wird dieser Ternd verschäft und die Studentenwerke stehen künftig gänzlich ohne öffentliche Unterstützung da, wenn er sich fortsetzt. Das Land darf sich hier auf keinen Fall aus seiner Verantwortung entziehen! Im Gegenteil: Es hat dafür zu sorgen, dass Studentenwerken, Hochschulen und anderen öffentlichen Einrichtungen genügend staatliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, um den ihnen übertragenen Aufgaben gerecht werden zu können.

Darum fordern die Studierendenvertretungen des Landes NRW die Regierung dazu auf, ihre Kürzungspläne zurückzunehmen. Wenn sich diese Politik durchsetzt, ist das das Ende der indirekten Studienfinanzierung. Zieht sich das Land aus seiner Verantwortung zurück, werden die Studentenwerke dazu gezwungen sein, ihre Leistungen einzuschränken, zu privatisieren bzw. eine weitere drastische Erhöhung der Preise oder der Sozialbeiträge herbeizuführen. Die Studentenwerke stehen mit dem Rücken zur Wand! Die Leidtragenden sind in diesem Fall wieder einmal die Studierenden. In Zeiten von Studiengebühren und steigenden Semesterticketbeiträgen wird auch an dieser Stelle wieder in das schon arg strapazierte Portemonnaie der Studierenden gegriffen.

Die aktuellen bildungs- und hochschulpolitischen Ziele lauten mehr Studierende, mehr Bachelor- und Masterabschlüsse und größere studentische Mobilität. Sie alle lassen sich nur verwirklichen, wenn die Service- und Beratungsangebote der Studentenwerke in NRW erhalten bleiben und noch ausgebaut werden.

Den Finanzierungsrückzug des Landes aus allen Bereichen nehmen wir nicht hin!”

Links zu Sozialem

Hier findest du eine Liste von Links zum Thema “Soziales”

Studentenwerkskürzungen um 20%!?

Um die gewaltige und plötzliche Zuschusskürzung um 20% aufzufangen, drohen uns als Studierenden weitere erhebliche Belastungen. Z.B. Erhöhungen der Semesterbeiträge für Studierende, allgemeine Kürzungen der Leistungen der Studentenwerke oder teuerere Preise für z.B. Mensa-Essen und Wohnheimmieten.

Damit wird die Situation auch für Studierende immer schärfer.
Während für 2006 die Einführung allgemeiner Studiengebühren in einer Höhe von 500,- geplant wird, die Semestersozialbeiträge aufgrund geringerer Studierendenzahlen ohnehin steigen, die Verkehrsbetriebe eine Erhöhung des Preises für das Semesterticket um 70% fordern, drohen nun also weitere erhebliche Belastungen.

Leider scheint dabei die Stimmung in der Studierendenschaft sehr resignativ zu sein. Proteste gegen solche Maßnahmen werden an Stellvertreter delegiert.
Nutze doch deinen Rechner, um deinen Missmut darüber zu äußern und Schritt für Schritt daran mitzuarbeiten, gesellschaftlichen Druck aufzubauen!

Zur Situation der Studentenwerke gibt es einen Reader des Landes-ASten-Treffens, den findet ihr hier.

Die “Ausländische Studierendenvertretung” (ASV) an der FH

Die Ausländische Studierendenvertretung (ASV) ist ein autonomes Referat, das sich für die Interessen und Rechte ausländischer Studierender an der FH Münster einsetzt. Zudem vertritt es auch überregional deren kulturelle und sportliche Interessen. [Weiterlesen...] »

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