Pressemitteilung des FH-AStA zu islamkritischen Veranstaltungen
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Fachhochschule Münster hat eine Presseankündigung für drei islamkritische Veranstaltungen aus der kommenden Veranstaltungsreihe verfasst.
Pressemitteilung des FH-AStA zu Veranstaltungen im Sommersemester
FH-AStA organisiert islamkritische Veranstaltungen
Zentralrat der Ex-Muslime in Münster
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Fachhochschule Münster organisiert für dieses Sommersemester wieder eine umfangreiche Veranstaltungsreihe. Die Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Zur Förderung der kritischen Vernunft“ geht nunmehr in die achte Runde. Die Veranstaltungsreihe für dieses Sommersemester beinhaltet schwerpunktmäßig islamkritische Veranstaltungen. Diesbezüglich konnte der FH-AStA unter anderem Referentinnen vom neu gegründeten Zentralrat der Ex-Muslime gewinnen. Der Verein hat international für ein großes Medienecho gesorgt. Mina Ahadi, Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und Arzu Toker, Autorin und stellvertretende Vorsitzende, werden zu Veranstaltungen des AStA der Fachhochschule nach Münster kommen. Mina Ahadi wird die Ziele und Notwendigkeit des Zentralrats der Ex-Muslime vorstellen. Die Veranstaltung mit Arzu Toker befasst sich mit der Rolle der Frau im Islam.
Des weiteren findet eine Veranstaltung mit dem Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss statt.
Diese drei Veranstaltungen werden in der Stadtbücherei durchgeführt. Nachstehend sind die Beschreibungen zu den Veranstaltungen.
15.05.2007
„Wir haben abgeschworen“
Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, referiert über den im Januar 2007 gegründeten Verein. Die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime hat für ein international großes Medienecho gesorgt. Außerdem steht Mina Ahadi seit Bekanntgabe der Gründung des ZdEx unter Polizeischutz.
Die engagierte Exil-Iranerin, die unter anderem aktiv in der linken Opposition gegen den Schah war, ist zudem Koordinatorin und Sprecherin des Internationalen Kommitees gegen Steinigung und des Komitees gegen die Todesstrafe.
Mina Ahadi wird über den „Tabubruch“ der Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime berichten und die Notwendigkeit dieser Organisation darstellen. Die Gründung des Vereins wurde mit dem Kampagnenslogan „Wir haben abgeschworen“ begleitet. Die Abkehr vom Islam ist für viele islamische Gelehrte eine Todsünde.
22.05.2007
„Frauen im Islam“
Die Stellung von Frauen im Islam reicht von Todesstrafen durch Steinigung für Vergewaltigungsopfer wegen unehelichem Geschlechtsverkehr bis zu weltlich orientierten, selbstbewussten und emanzipierten Frauen ohne Kopftüchern an Universitäten. Aber welche Stellung haben Frauen im Koran, dem Buch, das im Islam nach herrschender Lehre bis heute als unmittelbares Wort Allahs gilt? Und was für ein Vorbild lieferte zu diesen Fragen der Prophet Mohammed, dessen Leben für die Muslime wegweisend sein soll?
Einen kritischen Blick auf die Stellung von Frauen im Islam wirft Arzu Toker, geborene Muslimin, Trägerin des Türkisch-Griechischen „Abdi Ipekci Preises für Frieden und Völkerverständigung“ und Mitbegründerin des Zentralrates der Ex-Muslime.
06.06.2007
Islamische Herrschaftskultur und religiöser Totalitarismus.
Zum Verhältnis von Islam, Islamismus und kultureller Moderne.
Selbstmordattentate und Terroranschläge im Namen Allahs vor dem Hintergrund der Existenz einer islamischen Atombombe, Massaker an „Ungläubigen“ in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit, wechselseitige Gewaltausbrüche zwischen Sunniten und Schiiten, Ehrenmorde und Zwangsheiraten unter Berufung auf islamische Vorschriften, Mordaufrufe gegen Islamkritiker und Drangsalierungen von Glaubensabtrünnigen, vielfältige Formen aggressiven Beleidigtseins wie zum Beispiel aus Anlass der Mohammed-Karikaturen, antijüdische und antiwestliche Hasspropaganda in Moscheen, islamischen Fernsehsendern und muslimischen Schulbüchern – die Tätigkeitsliste islamisch motivierter Akteure ließe sich noch beliebig erweitern.
Dabei wären noch nicht einmal wesentliche Umtriebe der eingewanderten streng gläubigen Muslime benannt wie zum Beispiel: zunehmender Moscheebau, das Einklagen des Kopftuchtragens im öffentlichen Dienst, das Unterlaufen von schulischen Unterrichtsvorgaben, das Streben nach islamischem Religionsunterricht, die Durchsetzung tierquälerischen Schlachtens, die Forderung nach islamischer Sonderbehandlung in Krankenhäusern, Arztpraxen und Kindergärten sowie die Errichtung von parallelgesellschaftlichen Strukturen als Zonen der Außerkraftsetzung zentraler demokratischer Grundrechte.
Über all das wird in den Medien zwar in jäher Abfolge kurzatmig und schlagzeilenträchtig berichtet, aber zumeist in einer zerstückelten, zusammenhangsblinden, jeweils isolierten und damit nur oberflächlichen Weise, die keine tieferen Einsichten zulässt und wohl auch nicht zulassen soll. Denn immer wieder wird im Rahmen der Berichterstattung kontrafaktisch mit dem erhobenen Zeigefinger der „politischen Korrektheit“ gedroht, der Zusammenhang zwischen orthodoxem Islam und Islamismus zerrissen und eine Generalamnestie der Muslime bzw. des angeblich so „friedliebenden“ und „toleranten“ Islam ausgelobt.
Im Vortrag wird genau diesen tabuisierten Fragen nachgegangen: Wie ist das Verhältnis zwischen dem Islam als normativer Ausdruck und ‚Bindemittel’ vormoderner Herrschaftsverhältnisse und dem Islamismus als radikalisierte Variante des muslimischen Herrschaftsanspruchs beschaffen? Welche Rolle spielt hierbei die Herausforderung durch die ‚kulturelle Moderne’? Welche funktionalen Eigenschaften und strategischen Besonderheiten weist der Islamismus als komplexe Bewegungsform auf? Aus welchen Grundelementen setzt sich die islamistische Ideologie zusammen und was zeichnet sie als kulturspezifische Form einer regressiven Widerspruchsverarbeitung aus?
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Hartmut Krauss, Osnabrück
Sozialwissenschaftler und Publizist
Zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften und im Internet
Letzte Buchveröffentlichungen:
Faschismus und Fundamentalismus. Varianten totalitärer Bewegung im Spannungsfeld zwischen ‚prämoderner’ Herrschaftskultur und kapitalistischer ‚Moderne’.
Das Testament des Abbé Meslier. Die Grundschrift der modernen Religionskritik.







Von Zac, 21. April 2007 @ 11:09
Manchmal erscheint es wirklich bizarr, wie mit radikalem Islam umgegangen wird:
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