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Neue Studierendenzahlen veröffentlicht

Neue Studierendenzahlen veröffentlichte am 15.11. das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW. Die Zahl der Neueinschreibungen ist leicht gestiegen, die Gesamtzahl der Studierenden in NRW hingegen gesunken. Die FH Münster ist mit nun 9131 Studierenden viertgrößte FH NRWs.

NRW-”Innovationsminister” Pinkwart hatte noch im Oktober mit einem Anstieg der Neueinschreibungen von 7% gerechnet. Mit 3,8% fällt dieser nun deutlich geringer aus. Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) weist zudem darauf hin, dass man sich “seit der flächendeckenden Einführung von Bachelor/Master-Studiengängen… in der Regel nur noch zum Wintersemester einschreiben kann”. Somit ist der gegenwärtige Anstieg wenig aussagekräftig, zumal im Sommer diesen Jahres die Zahl der Hochschulzugangsberechtigten um 1,8% gestiegen ist. Tatsächlich müsse man daher von einem relativen Rückgang auch der Neueinschreibungen sprechen, den das Aktionsbündnis auf die Einführung von Studiengebühren zurückführt. Auch für die sinkende Gesamtzahl macht das ABS die Einführung von Studiengebühren verantwortlich. Unklar ist jedoch, wie stark hier eine allgemein verkürzte Studiendauer ins Gewicht fällt.

Insgesamt zeichnet sich dabei ein Trend ab, nach dem Studierendenzahlen an Universitäten sinken und an FHs steigen. So verzeichnet auch die FH Münster einen leichten Anstieg von 9067 auf 9131 Studis (vorläufige Zahlen), die Uni Münster hingegen einen deutlicheren Rückgang von 38.779 auf 36.830. Insgesamt gibt es in NRW nun 461.900 Studierende – 7.100 weniger als im Vorjahr.

Aussagekräftiger im Zusammenhang mit der Einführung von Studiengebühren scheinen Studien zur sozialen Zusammensetzung der Studierendenschaft. Hier weist u.a. die OECD regelmäßig auf eine in Deutschland starke Selektion nach sozialer Herkunft hin. Diese dürfte sich durch Studiengebühren, relativ unabhängig von der Gesamtzahl der Studierenden, weiter verstärken.

Mehr Infos: Studierendenzahlen aufgeschlüsselt nach Hochschulen, reticon.de, Aktionsbündnis gegen Studiengebühren, Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik,

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