550 Demonstranten gegen die Abschiebung von Roma in den Kosovo
Am Samstag den 21.11.09 demonstrierten ca. 550 Menschen in der Münsteraner Innenstadt gegen die drohende Abschiebung von Roma in den Kosovo. Aufgerufen hatte die SOS Roma Initiative Münster, um ihrer Forderung nach einem sofortigen Abschiebungsstopp und einem bedingungslosen Bleiberecht für alle Roma und andere Minderheiten aus dem Kosovo Nachdruck zu verleihen. Unterstützt wurde die Demonstration vom AStA der Fachhochschule Münster.
„Im Kosovo haben Roma keine Perspektive auf ein würdiges Leben“, erklärte Claudia Schulz von der Antirassistischen Initiative Münster. „Roma sind immer noch rassistischen Diskriminierungen und gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Sie erwartet ein Leben am Rande des körperlichen Existenzminimums in Flüchtlingslagern oder in Obdachlosigkeit.“
Die Abschiebungspolitik der BRD ist grundlegend rassistisch, jeder mensch sollte das rechthaben frei entscheiden zu können wo er oder sie leben möchte. Gegenüber den Roma hat die BRD eine besondere verantwortung. Im Nationalsozialismus wurden Roma und Sinti aus Rassistischen Motiven verfolgt und in Konzentrations- und Vernichtungslagern systematisch ermordet.
Auch an der Situation im Kosovo ist die BRD nicht unbeteiligt. Der Militäreinsatz auf dem Balkan, welcher von der darmaligen Rot-Grünen Bundesregierung mit geführt wurde und der erste Angriffskrieg unter deutscher Beteiligung nach 1945 und der dritte Angriffskrieg Deutschlands innerhalb eines Jahunderts auf Jugoslawien, bombte den albanischen Nationalisten UCK den weg frei, damit begann für die serbische Bevölkerung und die im Kosovo lebenden Roma rassistische Diskriminierung und Verfolgung.
Artikel zur Demo in der [WN] und in der [MZ]
ein weiter Bericht findet sich auf der Seite des [Antifaschistischen Netzwerk Münsterland]







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