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Klage abgewiesen – Studierenden wird das Recht zur Mitbestimmung verwehrt

Am Freitag, den 6. März 2009 fand vor dem Verwaltungsgericht Münster die Verhandlung der Klage gegen die Verwendung eines Teiles der Studiengebühren zu Gunsten der FH-Stiftung „Qualität in Studium und Lehre“ statt.

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Klage gegen Stiftung wegen Verwendung von Studiengebühren

Am Freitag, den 6. März 2009 wird vor dem Verwaltungsgericht in Münster die Klage gegen die Verwendung eines Teiles der Studiengebühren zu Gunsten der FH- Stiftung „Qualität in Studium und Lehre“ verhandelt.

Sven Henrik Arnsberg hatte im August 2008 in seiner Funktion als Referent für Hochschulpolitik beim AStA der Fachhochschule Münster, Klage eingereicht.
Grund dafür ist, dass ein Teil der Studiengebühren zur Bildung des Kapitalstocks verwendet worden ist, der nach geltendem Recht ungeschmälert erhalten bleiben muss. Damit ist eine zeitnahe und zweckgebundene Verwendung der Studiengebühren zur Verbesserung von Lehre und Studium nicht gewährleistet.

Die Verhandlung findet um 10 Uhr im Verwaltungsgericht in der Piusallee 38 , Saal 1, Raum 127 statt.
Die Verhandlung ist öffentlich.

Rassismus im Alltag – Rassismus an Hochschulen

Ras’sis·mus, der; -, keine Mehrzahl 1.Ideologie der Minderwertigkeit anderer Rassen und der Überlegenheit der eigenen 2. Benachteiligung, Hetze, Verfolgung von Menschen anderer Rasse
(Langenscheidt Online Fremdwörterlexikon)

Ist von Rassismus die Rede, so die vorherrschende Meinung, spricht man entweder von Ereignissen, die in der Vergangenheit und/oder außerhalb von Deutschland angesiedelt sind. In jedem Fall jedoch ist genereller Konsens, Rassismus sei ein Phänomen gesellschaftlicher Randlagen. Die öffentliche Berichterstattung tut ihr Übriges, um diese Meinung weiter zu reproduzieren und zu verfestigen.
In diesem Zusammenhang werden vor allen Dingen sozialwissenschaftliche Deprivationstheorien als Erklärungsmodelle angeführt.
Der Ausschluss von gesellschaftlichen Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten sei ein wichtiger Grund für die Entwicklung eines rassistisch belasteten Menschenbildes. Diese Ansätze bieten jedoch keine Erklärung für die Tatsache, dass eben nicht alle Menschen, die in gesellschaftlichen Randlagen verortet werden, bewusst rassistische Einstellungen entwickeln, noch für das Phänomen, dass sich auch in der gesellschaftlichen Mitte bewusste oder unbewusste Rassismen wiederfinden. Hier müssen andere, mehrdimensionale Erklärungsmodelle herangezogen werden, die sich einerseits soziologisch, sozialwissenschaftlich und psychologisch orientieren.
Studien, wie die der Friedrich-Ebert-Stiftung aus den Jahren 2002 bis 2008 die rechtsextreme und rassistische Einstellungen in Deutschland untersucht haben, belegen, dass Rassismus und rechtsextremes Gedankengut eben keine bewussten Einstellungen von Menschen des sozialen und gesellschaftlichen Randes darstellen (müssen), sondern sich durch alle gesellschaftlichen Schichten, Gruppen, Altersklassen und Geschlechter, durch alle politischen Parteien ziehen.
Hochschulen als Bildungsinstitutionen stellen hier keine Ausnahme dar.
Sie sind keine Räume der wissenschaftlichen Unvoreingenommenheit, an denen unberührt von den Problemen der Gesellschaft gelehrt, gelernt und geforscht wird.
Der Umgang miteinander, das Lehren, das Lernen, das Leben an der Hochschule, kurz die Hochschulkultur konstituiert sich durch ihre Mitglieder.
Nicht nur, aber auch an der FH Münster wird die Mehrheit der Hochschulmitglieder durch Menschen gestellt, welche bereits als Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft sozialisiert wurden.
In Deutschland beinhaltet diese Sozialisation in der Mehrheitsgesellschaft automatisch unter anderem kapitalistische, sexistische und rassistische Konstruktionen.
Da weder Studierende, noch Lehrpersonal noch wissenschaftliche MitarbeiterInnen, noch alle anderen Hochschulmitglieder diese (teils) unbewussten Denk- und Handlungsmuster abstreifen, sobald sie die Räumlichkeiten der Hochschule betreten, nehmen sie diese mit hinein in jeden Arbeitsbereich.
Dies lässt wiederum nur den Schluss zu, dass Hochschulen keine Räume bieten, in welchen sich Mensch vor Rassismen geschützt bewegen kann.
Entgegen der hehren Erwartungen an akademische Reflektiertheit gehören rassistische Übergriffe in verbaler und nonverbaler, ob bewusst oder unbewusst zum Alltag an der FH Münster.
Ob es Lehrende sind, die in Vorlesungen und Seminaren rassistische Bemerkungen machen, oder ob es Studierende sind, die untereinander „Witze“ machen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Bemerkungen und Witze von den „TäterInnen“ als schlimm, Reaktionen darauf eventuell sogar noch als übertrieben betrachtet werden.
Unabhängig von der Tatsache, dass nicht nur Schwarze Menschen und People of Color, sondern auch weiße Menschen von Rassismus beschädigt werden, definieren die Betroffenen, was Rassismus ist und nicht diejenigen, die sich rassistisch äußern.
Rassismus ist sowohl im Makrosystem Gesellschaft BRD als auch im Mikrosystem FH Münster systemimmanent und fordert jeden Menschen heraus, zu reflektieren und sich über rassistische Strukturen und Verhaltensweisen bewusst zu werden.
Als Allgemeiner Studierendenausschuss der FH Münster und somit als Vertretung aller eingeschriebenen Studierenden stellen wir uns mit aller Vehemenz gegen rassistische Übergriffe an unserer Hochschule, ob diese nun in Wort, Schrift oder Tat, bewusst oder unbewusst passieren.
Wir erklären uns solidarisch mit allen Studentinnen und Studenten, die von rassistischen Übergriffen betroffen sind und fordern:

Kein Platz für Rassismus an der Hochschule!!!

Wir Alphamädchen – Lesung + Diskussion

Lesung + Diskussion mit Barbara Streidel & Susanne Klinger
Wir Alphamädchen
Warum Feminismus das Leben schöner macht

Eine neue Generation von Feministinnen meldet sich zu Wort. In der Debatte um die Rolle der Frau, um Familie und Karriere sprechen endlich diejenigen, um die es eigentlich geht: die jungen Frauen.
Einmischen wollen sie sich, selbst Position beziehen und neue Perspektiven für den Feminismus finden. Denn der hat seine Ziele noch nicht erreicht. Zwei der drei Autorinnen, Barbara Streidl und Susanne Klingner, sind am 6. März 2009  Münster zu Gast und sprechen über   Geschlechterklischees, Vorbilder für junge Frauen und aktuelle und alte Probleme, für die die Feministinnen nach Antworten suchen.

Susanne Klingner lebt als freie Journalistin in München und schreibt  für verschiedene Medien, vor allem zu den Themen Gleichberechtigung,  Umwelt und Konsumkultur. 2005 hat sie im Verbrecher Verlag Berlin das  Leipzigbuch herausgegeben.

Barbara Streidl publiziert als freie Journalistin für verschiedene  Medien, besonders zu Frauenpolitik und female pop culture. Sie spielt  Bass bei den Moulinettes, den TriSonics und kürzlich bei einer PeterLicht-Inszenierung an den Münchner Kammerspielen.

Veranstalter: AStA der Fachhochschule Münster
unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten der Fachhochschule Münster

6. März // 20 Uhr // Stadtbücherei Münster// Alter Steinweg 11
Eintritt frei

Welcome Service: Internationaler Stammtisch

Welcome Service: Internationaler Stammtisch

Kurzbeschreibung:

Bei unserem internationalen Stammtisch habt ihr die Möglichkeit andere internationale Studierende zu treffen, eure Fragen zu Münster und zur Fachhochschule zu stellen und euch in netter Atmosphäre auszutauschen.Wir treffen uns direkt in unserem Stammtischlokal “Cuba Nova”. [Weiterlesen...] »

Welcome Service: Internationaler Stammtisch

Welcome Service: Internationaler Stammtisch

Kurzbeschreibung:

Bei unserem internationalen Stammtisch habt ihr die Möglichkeit andere internationale Studierende zu treffen, eure Fragen zu Münster und zur Fachhochschule zu stellen und euch in netter Atmosphäre auszutauschen.Wir treffen uns direkt in unserem Stammtischlokal “Cuba Nova”.

Datum:     Donnerstag, 5. Februar 2009 // ab 20 Uhr

Adresse: Achtermannstr. 10-12, Münster
Nächste Bushaltestelle: Hauptbahnhof Münster

Mehr Infos zum Welcome Servic findet ihr hier: klick

Zur Kritik des Rechts

Dez
5
18:00

Zur Kritik des Rechts
Vortrag und Diskussion mit Simon Birnbaum

Für Viele ist das Recht ein Instrument des gesellschaftlichen Fortschritts. Gerade in Europa erfreuen sich daher Institutionen wie der Internationale Strafgerichtshof großer Beliebheit. Und wer möchte sich dem veschließen? Die Alternative Rechtlosigkeit klingt nach ungezügelter Ausbeutung, autoritärem Staat oder Volksgemeinschaft. [Weiterlesen...] »

Neuer AStA-Vorstand gewählt

Am Montagabend wurde im Studierenden-Parlament der neue AStA-Vorstand gewählt. Rabea Köjer, Studentin des Fachbereichs Design wurde nach einstimmiger Wahl zur neuen AStA-Vorsitzenden ernannt. Ihr zur Seite stehen im neuen AStA-Vorstand Luise von Grebe und Rabea Duscha als stellvertretende Vorsitzende sowie Sven Henrik Arnsberg als neugewählter Finanzreferent. [Weiterlesen...] »

Ausstellung: “Vom Polizeigriff zum Übergriff”

Ausstellung “Vom Polizeigriff zum Übergriff”

Weit verbreitet ist in der öffentlichen Meinung das Bild der Polizei vom „Freund und Helfer“. Die Realität sieht meist anders aus. Eine Reihe von gesellschaftlichen Gruppen wie Obdachlose, Drogenabhängige, Prostituierte und Migrant_innen werden häufig Opfer von Polizeigewalt. Die Täter_innen sind keine einzelnen „Schwarzen Schafe, sondern das Problem liegt in der Struktur der Institution Polizei. Die physische Gewalt ist nur ein Teil einer umfassenden gesellschaftlichen und staatlichen Diskriminierung. Vor allem Migrant_innen sind ständig verdachtsunabhängigen Kontrollen, Beleidigungen und Entrechtung ausgesetzt.

Übergriffe durch die Polizei finden in der Regel im Verborgenen statt. Kommt es zu Anzeigen, reagiert die Polizei mit Gegenanzeigen und die Beamt_innen decken sich gegenseitig. Selbst bei gut dokumentierten Übergriffen kommt es sehr selten zu Sanktionen, wie im Fall von Oury Jalloh aktuell wieder zu sehen ist. Das Thema Polizeigewalt wird öffentlich nicht diskutiert, es unterliegt einem gesellschaftlichen Tabu, um das positive Bild der Polizei aufrechtzuerhalten.

Die Ausstellung „Vom Polizeigriff zum Übergriff“ vom Antidiskrimierungsbüro Berlin sowie die begleitenden Veranstaltungen wollen eine kritische Diskussion anstoßen. In differenzierter Weise soll erörtert werden, wieso Übergriffe durch die Polizei Normalität sind, warum besonders Migrant_innen oft betroffen sind und die Täter_innen nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Montag 26.01.2009, 12:00 Uhr bis Freitag 06.02.2009, 20:00 Uhr,
Foyer des Fürstenberghauses

(am Domplatz)

21.01.2009 Film+Diskussion: Der Kleiderhaken – Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

Film+Diskussion:

Der Kleiderhaken – Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland ist seit Jahren von Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer geprägt. Beschleunigt wurde diese weltweite Entwicklung durch internationale Freihandelsabkommen. Gegenwärtig ist es weitaus billiger, die verschiedenen Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen als kundennah herzustellen. 90% unserer Kleidung werden mittlerweile in Niedriglohnfabriken, auch Maquiladoras genannt, hergestellt. Für Unternehmen wie C&A, adidas, Takko, H&M u.a. sind die steuer- und zollbefreiten Industriezonen echte Produktionsoasen. Während Auftraggeber wie Puma Millionengewinne erzielen, bleiben für die ArbeiterInnen und den Staatshaushalt nur ein Bruchteil.

Die Folge sind Kürzungen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystemen und zunehmende Verarmung. Weltweit kritisieren Organisationen die miserablen Arbeitsbedingungen in den Fabriken.

Ein Beispiel ist Honduras. Die Stadt San Pedro Sula gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Primär produzieren die Fabriken Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, (sexuelle) Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören zum Alltag dieses Wirtschaftszweiges. Die eingesetzten Chemikalien zerstören nicht nur die Umwelt, sie reichern sich auch in der Kleidung an und gefährden die Gesundheit von ArbeiterInnen und KonsumentInnen.

Die Dokumentation zeigt die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und die damit verbundenen Konsequenzen für die (ehemaligen) ArbeiterInnen und ihre Familien, die Umwelt und die regionalen Wirtschaftskreisläufe in den sog. Entwicklungsländern.

Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um existierende und geplante “Entwicklungsprojekte” des Plan Puebla-Panamá (PPP) zu dokumentieren. Der PPP – ein neoliberales Großvorhaben mit ineinander verzahnten Wirtschaftsbereichen – wird trotz negativer Auswirkungen auf Mensch und Natur von den Regierungen weiter vorangetrieben.
Das Filmteam begleitete Organisationen und Betroffene, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Zudem interviewten sie PolitikerInnen und Unternehmer. Ein wichtiger Aspekt ist die Beteiligung deutscher Unternehmen, Banken und KonsumentInnen.

mehr Infos: Zwischenzeit e.V.

21.Januar 2009 // 20.00 Uhr // Grevenerstr.53
Eintritt frei

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