Pressemitteilung: AStA kritisiert wirtschaftliche und inhaltliche Führung des Studentenwerkes
Neben unserem [Kommentar] zur dreisten Beitragserhöhung des Studentenwerkes haben wir nun auch eine Pressemitteilung veröffentlicht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Bereits im Dezember 2008 hat es einen [gemeinsamen offenen Brief der münsteraner ASten] gegeben.
Pressemitteilung:
Der AStA der Fachhochschule Münster kritisiert die inhaltliche und wirtschaftliche Führung des Studentenwerkes heftig und fordert eine Neubesetzung der leitenden Positionen.
Die aktuellen Beitragserhöhungen des Studentenwerkes nimmt der AStA der Fachhochschule zum Anlass, heftige Kritik an der wirtschaftlichen und inhaltlichen Ausrichtung des Studentenwerkes zu äußern.
Der AStA der Fachhochschule kritisiert die Beitragerhöhungen von über 30% innerhalb nur eines Jahres. Alle Studierende Münsters müssen pro Semester einen Beitrag an das Studentenwerk zahlen. Nach den aktuellen Änderungen beläuft sich dieser Betrag auf insgesamt 146,88 Euro pro Jahr. Wie der AStA berechnet hat, erhält das Studentenwerk bei knapp 45.000 Studierenden nun 6.609.600,00 Euro jährlich. Unberücksichtigt hiervon bleiben Zuschüsse und anderweitige Einnahmen.
Das Studentenwerk begründete die beiden Erhöhungen mit Mietausfällen aufgrund von Sanierungsarbeiten in Wohnheimen, mit gestiegenen Nebenkosten, mit Mindereinnahmen aufgrund eines Rückganges von Studierendenzahlen bis hin zu einem Ausbau von Beratungsangeboten der angegliederten BAFöG-Beratung des Amtes für Ausbildungsförderung.
„Die BAFöG-Beratung ist eine hoheitliche staatliche Aufgabe. Es ist nicht einzusehen, warum Studierenden dafür zusätzlich in die Tasche gegriffen wird.“, so Fabian Bentrup, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Allgemeinen Studierendenausschusses der Fachhochschule.
Die weiteren Begründungen könne man ebenso nicht gelten lassen. Es läge in der Kompetenz der Leitung des Studentenwerkes, ein nachhaltiges Management zu betreiben und Rücklagen zu bilden, um auch vorübergehende Mietausfälle zu überbrücken bzw. längst überfällige Sanierungsarbeiten durchführen zu können. Die Erhöhung der Beiträge belegt, dass genau dies nicht geschehen ist und dass die Studierendenschaft als Risikoabsicherung des Studentenwerkes missbraucht wird.
Die Erhöhungen, die bereits vor dem Beschluss des Verwaltungsrates an die Hochschulen weitergegeben wurden, um schon im kommenden Semester Mehreinnahmen zu erzielen, sprechen nicht für eine schwierige Gesamtsituation, sondern für ein fehlgeleitetes Management des Studentenwerkes.
Auch die inhaltliche Politik werfe Fragen und enorme Zweifel an der Kompetenz des Studentenwerkes auf.
Die vom Studentenwerk eingerichtete Sozialberatung, die abseits der Studierenden in Gievenbeck ihren Dienst zwar mit zwei Mitarbeiterinnen, aber nur mit minimalen Öffnungszeiten verrichtet
stellt genauso wenig eine ernsthafte Ambition dar – zumal der Bereich der Beratung für Studierende in Münster bereits sehr gut abgedeckt ist -, wie die Vermietung von Fahrzeugen.
Der im Jahre 2008 abgeschlossene Neubau des zweiten Luxus -Tagungshotels “Seeblick“ des Studentenwerkes entspricht wohl kaum einer sozialen Ausrichtung und dem Anliegen, das Studium für alle nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Auch durch den zunehmenden Betrieb von Luxuswohnheimen lässt sich das Anliegen des Studentenwerkes, insbesondere sozial Schwache zu unterstützen, kaum noch erkennen. Es gehe vielmehr um ein prestigeträchtige Ausrichtung des Verwaltungsapparates auf Kosten der Studierenden.
Im Gegensatz zur Argumentation des Studentenwerkes kann aufgrund der getätigten Investitionssummen kaum eine Refinanzierung der sozialen Tätigkeiten des Studentenwerkes im Blickpunkt liegen. Es kann eher von einer Zweckentfremdung ausgegangen werden, von einem Umbau zu einem modernen, von Studierenden subventionierten Dienstleistungsunternehmen das auf dem allgemeinen Markt konkurrieren soll. Vergessen dabei wird, dass dies auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen wird, die auf günstigen Wohnraum und auf eine weitreichende Unterstützung angewiesen sind.
Aus diesen Gründen fordert der AStA der Fachhochschule dringend die Neubesetzung der leitenden Positionen, eine Rückkehr zur eigentlichen Aufgabe des Studentenwerkes und eine sofortige finanzielle Entlastung der Studierenden, um wieder einen „Beitrag zur Verwirklichung von Chancengleichheit“ zu leisten, wie es aus der Selbstbeschreibung des Deutschen Studentenwerkes hervorgeht. (.sopo)







Von Alexander Kramp, 24. Januar 2010 @ 12:10
Wie weit kann der ASTA denn gehen? Gibt es noch mehr Möglichkeiten außer der bloßen Forderung?
Kann der ASTA im Sinne der gesamten Studierenden Klage erheben gegen die Beitragserhöhung?
[Antwort]
Ein paar sehr kurz gehaltene Informationen mit Link auf das Studentenwerksgesetz:
(http://www.studentenwerk-muenster.de/de/f_page.php3?p=ueberuns&p2=faq)
Man beachte auch die TOP-NEWS auf der Seite des Studentenwerkes mit dem Titel: “Kein Geld, kein Studium – Finanzielle Probleme sind der zweithäufigste Grund, warum Studierende abbrechen.”
(http://www.studentenwerk-muenster.de/)
Mit mindestens einer Zustimmung der studentischen Mitgliede (es waren wohl zwei der drei anwesend: Stefan A. Roth (RCDS) und André Schnepper (Juso-HSG) (Info AStA Uni MS: http://astamuenster.wordpress.com/2010/01/06/eklatante-beitragserhohung-beim-studentenwerk/)) konnte die Forderung des Studentenwerkes umgesetzt werden. Es gab eine geheime Abstimmung. Angaben ohne Gewähr.
[Antwort]
Von dreijot, 24. Januar 2010 @ 16:47
wir (studenten) lassen uns leider viel zuviel gefallen und schaffen es nicht geschlossen aufzutreten, wahrscheinlich, weil jeder zu sehr mit eigenen Problemen beschäftigt ist. dabei müsste man doch meinen, dass beim thema geld ein gemeinsamer nenner zu finden sei!?
[Antwort]
Von andy, 24. Januar 2010 @ 19:52
ich glaube das problem ist, dass sich zuviele einfach fügen ohne sich ernsthaft zu fragen warum wir immer mehr zahlen müsse. einigen leute denken bestimmt, dass der hohe betrag von über 700 euro an studiengebühren vom nrw ticket herrührt und akzeptieren das dann auch einfach so
[Antwort]
Von Benedikt, 25. Januar 2010 @ 17:34
Wo sind denn die NRW Ticket Gegner denen das alles zu Teuer wird??? Hier werden auch Beiträge erhöht!
Wäre schön wenn sich jemand damit beschäftigt. Aber leider fehlt es überall an engagierten Studenten…..
[Antwort]
Von bernd sagt, 26. Januar 2010 @ 01:11
und engaierten studentinnen
[Antwort]