Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis zum sechsten mal zum so genannten “Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist ein Event für die extreme Rechte aus ganz Europa, das zum Anlass genommen wird, um unter dem Deckmantel des “Pazifismus” Rassismus, Antisemitismus und NS-Verherrlichung zu propagieren. Auch dieses Jahr wollen die Neonazis mit Parolen wie “Nie wieder Krieg, nach unserem Sieg” in Dortmund demonstrieren.
In Dortmund haben sich seit letztem Jahr verschiedene neue linke und antifaschistische Gruppen gegründet, die nun zu Aktionen am 4.9. aufrufen. Nachdem es letztes Jahr gelang die Veranstaltung der Neonazis auf eine stationäre Kundgebung zu beschränken, soll auch in diesem Jahr, unter anderem mit einem Blockadekonzept versucht werden, den Aufmarsch zu verhindern. Dazu wollen wir euch über die Konzepte der beiden Gegen-Bündnisse, mit denen der Aufmarsch verhindert werden soll informieren. Daneben wird es noch ein paar praktische Hinweise zum aktuellen Stand der Vorbereitungen und eine Einführung in die Dortmunder Neonaziszene geben.
Vor und nach dem Vortrag findet natürlich die „Bar Antfascista“ statt.
Donnerstag, 26.08.2010 // 20:00 Uhr
Club Courage // Friedenstraße 42 // Münster
eine Veranstaltung der Antifaschistischen-Linken-Münster in Kooperation mit dem AStA der FH Münster
“Wie die Heuschrecken kommen sie über unser Land …”
Über die Fallstricke einer verkürzten Kapitalismuskritik
Vortrag und Diskussion mit Marcus Meier
Die extreme Rechte in Deutschland versteht sich schon seit einigen Jahren beim Thema Globalisierung als Verteidigerin eines völkischen Sozialstaates gegen das internationale Finanzkapital, das mehr oder weniger deutlich als jüdisch markiert wird. Den politischen Gegnern der extremen Rechten jedoch fehlt es bisweilen an der nötigen Trennscharfe und Präzision ihrer Metaphorik und Kritik. Die vor einigen Jahren losgetretene Heuschrecken-Debatte, auf welche man z.B. auch bei der NPD gerne und häufig zurückgreift, macht die fatalen blinden Flecken der Kapitalismuskritik von Gewerkschaften über Sozialdemokratie bis Attac offensichtlich.
Im Vortrag soll insbesondere am Beispiel von Gewerkschaften gezeigt werden, dass mit einer verkürzten Kapitalismuskritik historisch tradierte extrem rechte Ideologien bedient werden. Zudem wird auf aktuelle Tendenzen hingewiesen, in denen deutlich wird, dass die gegenwärtige Restrukturierung der Gewerkschaften im Fahrwasser von Standort und nationaler Rhetorik vorhandene rechte Denkmuster bei einem großen Teil ihrer Mitglieder verfestigen und reproduzieren.
Marcus Meier ist Diplom Politikwissenschaftler, er lehrt und forscht zu Rassismus, sozialer Ungleichheit und Antisemitismus im Kontext der Politischen Bildungsarbeit. Mehrere Jahre war er in der gewerkschaftlichen und antirassistischen politischen Bildungsarbeit aktiv. Im letzten Jahr veröffentlichte er seine Dissertation: „Gewerkschaftsmäßig könnten sie sich ja vor allem für Deutsche einsetzen“. Rechte Orientierungen unter jungen Gewerkschaftsmitgliedern.
Mittwoch, 25.08.2010 – 19:30 Uhr
Club Courage // Friedensstraße 42 (Hinterhof) // 48145 Münster
eine Veranstaltung der Gruppe et2c in Kooperation mit dem AStA der FH Münster

Vom 18. bis zum 22. August findet das dritte Antifa Sommercamp im Rheinland statt.
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