Sexuelle Belästigung
Die wenigen Untersuchungen, die bis jetzt zum Thema der sexuellen Belästigung an Hochschulen durchgeführt wurden, können nur einen kleinen Einblick in die enormen Auswirkungen von sexualisierter Gewalt im universitären Alltag von Frauen geben. Dieser “kleine Einblick” ist alarmierend: Jede dritte Studentin wurde mindestens von einem Dozenten während des ersten Studienabschnitts sexuell belästigt.
Zur Tabuisierung des Themas trägt die gesellschaftlich weit verbreitete Täter-Opfer-Umkehrung bei. Der Betroffenen wird die Beweislast und (in)direkt die Verantwortung für den Übergriff zugeschoben. Skeptisch wird hinterfragt, ob sie sich „offensiv gewehrt“ oder das belästigende Verhalten nicht „provoziert“ hätte. Das Verhalten des Täters hingegen wird als scheinbar selbstverständliche „Reaktion“ auf weibliche Hinweise stilisiert oder als Kommunikationsproblem abgetan.
Du bist keineswegs empfindlich, wenn Dich etwas verunsichert, und nicht hysterisch, wenn du wütend über erlebte Grenzverletzungen bist, und nicht prüde, wenn du etwas nicht magst oder es dir unangenehm ist!
Dich gegen ein Verhalten, das nicht ernsthaft nach deinen Wünschen fragt und sich nicht respektvoll mit deinen Grenzen auseinandersetzt, zur Wehr setzen zu wollen ist mehr als legitim!
Wenn du über ein hochschulinternes Vorgehen gegen den Belästiger nachdenkst, kannst du dich entweder bei der Frauenreferentin des FH-AStAs oder bei der Gleichstellungsbeauftragten beraten lassen:
Frauenreferat des AStA
Referentin: Sarah Loy
Für eine Kontaktaufnahme:
Gleichstellungsbeauftragte
Annette Moß
Tel.: 0251-8364958
Du kannst außerdem eine Beratungsstelle aufsuchen, in der du selbstverständlich auch anonym beraten werden kannst:
Mädchen e.V.
Notruf für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen
Tel.:0251-34 443
mo-fr 10-12 Uhr
mo 18-20 Uhr
do 16-18 Uhr







RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI